über paw

paw ist nicht erst im Tor entstanden.
paw ist schon vor etwa 40 Jahren in meinem Kopf entstanden und seitdem nie ganz verschwunden.

Ich habe zwar mal einen kleinen Umweg als Stürmer gemacht,
aber eigentlich war für mich früh klar, wo ich hingehöre.

Als ich Uli Stein damals zum ersten Mal
in seinen Uhlsport-Handschuhen gesehen habe, wusste ich:
genau das will ich auch.
Und irgendwann soll da mein eigener Name draufstehen.

Der Gedanke war also früh da.
Nicht als Business. Nicht aus Stolz oder Prestige.
Sondern einfach dieses Gefühl:
Geil, ich habe dem auf dem Platz geholfen, den Ball zu halten.

Mit Mitte 20 kam dann die erste echte Frustration dazu.
Ich hatte innerhalb von zwei Monaten mein drittes Paar Handschuhe durch.
Belag durch. Strap abgerissen. Die Naht am Einstieg gerissen.
Da hab ich mich zum ersten Mal ernsthaft gefragt: Warum eigentlich? Geht das nicht besser?

Und es waren große Marken. Drei unterschiedliche.

Ich wollte es besser machen.
Für mich – und für alle, denen es genauso geht.

Aber ich hatte keine Ahnung, wie.

Dann kam das Leben dazwischen.
Ein sicherer Job, über 20 Jahre.

Und jetzt bin ich hier.

Ohne doppelten Boden.
Ohne Netz, das mich auffängt.

Mit allem, was ich bin und mit dem, was ich über all die Jahre gelernt habe.

Lange stand die Frage: Wie kann ich das überhaupt realisieren?

Vor etwa vier Jahren habe ich angefangen, meine Handschuh-Sammlung auf Instagram zu teilen.

Was als kleines privates Nebenprojekt angefangen hat, ist schnell größer geworden.
Nicht, weil ich etwas verkaufen wollte, sondern weil mich Handschuhe schon immer extrem interessiert haben.

Über die Jahre ist daraus eine Sammlung entstanden, die mittlerweile im oberen dreistelligen Bereich liegt.
Unterschiedlichste Marken, Schnitte und Materialien.

Diese Handschuhe haben mir zusätzliche Einblicke gegeben – auch ohne sie alle selbst zu spielen.

Ich habe gesehen, wie unterschiedlich Handschuhe gebaut sind.
Welche Ideen dahinterstecken.
Und welche Features wirklich Sinn machen und welche nur gut klingen.

Dinge, die man sonst selten nebeneinander sieht:
Materialien, Schnitte, Verarbeitungen.

Und genau dadurch hat sich mein Blick verändert.

Nicht nur als Torwart, sondern auch dafür,
was ein Handschuh wirklich können muss und was am Ende keine Rolle spielt.

Und irgendwann wurde das „Wie“ klarer.

Auch der Name.

paw.

Die Idee einer Tatze war schon lange da.
Und irgendwann habe ich gemerkt, dass mehr zusammenpasst, als ich dachte.

paw sind auch meine Initialen.
Patrick Weigand.

Über diesen Account bin ich an Hersteller gekommen.
An gute und an solche, bei denen ich schnell gemerkt habe, dass es nicht passt.

Ich habe viel ausprobiert.
Und auch viel Lehrgeld bezahlt.
Teilweise sehr viel.

Aber genau das gehört dazu.

Heute habe ich endlich einen Partner gefunden,
bei dem Gefühl, Erfahrung und Struktur zusammenpassen.

Mit ihm kann ich genau die Handschuhe bauen, die ich mir selbst immer gewünscht habe.

paw ist die Konsequenz aus all dem.

Es ist aus einer Idee entstanden, die mich lange begleitet hat.
Über die Jahre im Tor haben sich Erfahrungen gesammelt – dazu Versuche, Frust und immer wieder dieses Gefühl, dass es besser gehen müsste.

Und am Ende der klare Anspruch, es wirklich besser zu machen – ohne lauter zu werden oder mehr zu versprechen, als am Ende auf dem Platz ankommt.


Ich baue keine Handschuhe für den schnellen Eindruck.
Nicht für das nächste Foto und auch nicht nur für den ersten Tag.

Sondern für das, was zwischen dir und dem Ball passiert.

Für Keeper, die Woche für Woche im Tor stehen.
Bei jedem Wetter. Auf jedem Platz.

Für alle, die ihre Handschuhe selbst pflegen.
Und erwarten, dass sie mehr aushalten als ein paar Einheiten.

Haltbarkeit ist für mich kein Bonus.
Sie ist die Grundlage.

Und Grip ist nichts, was nur beim ersten Kontakt überzeugt.
Er muss auch nach Wochen noch da sein.

Und ehrlich: Du merkst meistens schon beim ersten Anziehen,
ob die Dinger später auf dem Platz das halten, was sie versprechen.

Denn erst wenn du nicht mehr über deine Handschuhe nachdenken musst,
kannst du dich voll auf das konzentrieren, was vor dir passiert.